Wissenswertes über das Projekt im Klövensteen

Im Rahmen der forstlichen Planung der Freien und Hansestadt Hamburg wird ein Pflege- und Entwicklungsplan erstellt. Dieser beinhaltet unter anderem den Umbau von weniger standortgerechten Baum-Beständen in standortgerechte. Dabei spielen diverse Faktoren eine Rolle.

Im Forst Klövensteen handelt es sich um einen Fichtenbestand, der standörtlich auch die Buche und mitgehend Baumarten wie Eiche oder Ahorn zulässt. Dieser soll nun im Rahmen der naturgemäßen Waldwirtschaft langsam und behutsam in einen vielschichtigen und artenreichen laubholzgeprägten Baum-Bestand umgebaut werden. Diese Entwicklung wird mit derzeit laufender Durchforstung und der anschließenden Pflanzung angefangen.

Es handelt sich um einen fließenden Übergang: Von dem, was Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts möglich war, zu dem, was heute möglich ist. Heute haben sich beispielsweise die Böden (durch die 70 Jahre alten Fichten) verändert und verbessert und die Möglichkeiten sind quasi grenzenlos. Vor 60/70 Jahren gab es kaum Saatgut von Laubhölzern. An das heute verwendete Pflanzmaterial war gar nicht zu denken. Damals in der Nachkriegszeit hat die Bevölkerung eher den Aufbau-Gedanken innegehabt. So war der Auftrag an die Forstwirtschaft, schnell gutes Bauholz zu produzieren.

Heute sind andere Faktoren und Bedürfnisse, die sich den Förstern stellen. Es geht um sauberes Trinkwasser, CO2-Speicher sowie den Erholungswert, den ein Wald haben kann. Dabei spielen natürlich auch andere Faktoren wie Waldpflege, Waldproduktion, Prävention vor Kalamitäten und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle.