Wissenswertes über den neuen Wald in Hasloh

1991 kaufte die damalige Landesforstverwaltung in der Gemeinde Hasloh unmittelbar angrenzend an eine vorhandene Altwaldfläche der Landesforsten (Größe ca. 21 ha) eine arrondierte, bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche (Größe ca. 67 ha), die ursprünglich u.a. auch als Mülldeponie im Gespräch war.

In der Nachkriegszeit war und ist ein Ankauf in dieser Größe und in unmittelbarer Randlage zu Hamburg für Neuwaldbildung einmalig. Weitere kleinere Flächenankäufe kamen in der Folgezeit dazu. Das gesamte Waldgebiet hat heute eine Größe von rd. 107 ha.

Da die Flächen zur landwirtschaftlichen Nutzung noch verpachtet waren, konnte mit der Neuwaldbildung auf Grundlage einer besonderen Vereinbarung erst ab 1993 begonnen werden.

Alle Erstaufforstungsflächen wurden wegen Wildverbiss mit Schutzgattern eingezäunt. Dabei wurden einige Flächen wegen Naturschutzbelangen und als Äsungsflächen freigelassen. Nachdem nunmehr alle Schutzgatter abgebaut sind und so das Wild wieder freien Zugang auf der Gesamtfläche hat, standen die hierfür nicht mehr benötigten größeren Freiflächen für eine Neuwaldbildung 2013 zur Verfügung.

Das abschließende Erstaufforstungsprojekt wurde so mit finanzieller Unterstützung der OIL! Tankstellen GmbH & Co. KG von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (AöR) 2013 realisiert.

Auf einer Fläche von 3,2 ha (Nettopflanzfläche) wurden 14.500 Stieleichen, 1.975 Hainbuchen, 1.100 Roterlen und auf einer weiteren Offenfläche von rd. 1.000 m² 30 Apfelhochstämme der Herbst- und Wintersorten Kaiser Wilhelm, Gravensteiner, Jakob Lebel, Roter Boskop, Goldparmäne und Reanda im Verband 5x5 gepflanzt und mit Einzelschutz versehen.

Die Hainbuchen wurden gruppenweise in die Stieleichenpflanzung eingemischt und zum Schutz der Pflanzen mit fünf Schutzgattern in einer Gesamtlänge von 1875 m umzäunt, während die Roterlen in feuchtere nicht gegatterte Bereiche gepflanzt wurden. Mit den Randstreifen und den nicht bepflanzten Feuchtbereichen wurde eine Fläche von rd. 4,0 ha in die Neuwaldbildung einbezogen.