Wissenswertes über die Bäume in der Saarner Straße in Mülheim

Saarn ist der flächenmäßig größte Stadteil der Stadt Mülheim an der Ruhr. Zu Saarn gehören auch die ursprünglich selbständigen Ortsteile Mintard und Selbeck. In dem Mülheimer Stadtteil befindet sich das mittelalterliche Zisterzienserinnenkloster Saarn.

In 2014 wird das Kloster Saarn in Mülheim an der Ruhr 800 Jahre alt. Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken und ist im Ruhrgebiet eines der wenigen gut erhaltenen Klosterbauten aus dem Mittelalter. 

Das Saarner Kloster, als „Mariensaal in Saarn an der Ruhr" gegründet, war das erste Frauenkloster, das der Aufsicht des Kamper Abtes unterstellt wurde. Von Saarn aus wurden damals weitere Klöster gegründet.

Der Autor Wolfgang Meißner erläutert in seiner Abhandlung über die Mülheimer Straßennamen (Zeitschrift des Geschichtsvereins 71 / 1999), dass die ca. 4,5 km lange Saarner Straße eine alte Verbindung vom Kloster Saarn zu dem von hier aus 1234 gegründeten Tochterkloster in Duisburg-Duissern sei.

91 Japanische Nelken-Kirschen säumen zur Zeit die Saarner Straße. 69 dieser Bäume sind bereits mehr als 10 Jahre alt, viele sind sogar noch weitaus älter. 22 Pflanzen wurden in den letzten Jahren in der Saarner Straße neu gesetzt.

Es befinden sich noch elf Bäume anderer Arten (vier Platanen, ein Rotdorn und sechs Baumhasel) in der Straße. Irgendwann werden auch diese durch Kirschen ersetzt. Dann wird die Saarner Straße eine reine Kirschbaumallee sein, die in der Blütezeit mit einer wundervollen Farbpracht fasziniert.