Die eingereichten Ideen - was steckt dahinter?

 

Effiziente Beleuchtung im Büro

Der 1. Preis und damit der Hauptgewinn wurde an Maren Mertens vergeben.

Bei dem Vorschlag von Frau Mertens handelt es sich im Rahmen einer Beleuchtungsplanung zum einen um das Aufzeigen hoher Einsparpotenziale beim Tausch von Halogenglühlampen gegen LED-Leuchtmittel bei Spotleuchten. Zum anderen geht es um die Empfehlung eines konkreten Rasterleuchtensystems beim Einsatz in Büroräumen, das vor allem durch moderne tageslichtabhängige Regelungstechnik, dimmbare EVG (elektronische Vorschaltgeräte) und T5 High-efficiency-Leuchtstoffröhren Energieeinsparungen und effiziente Lichtregelungsmöglichkeiten bietet.

Ihre eingereichte Idee beinhaltet – zusätzlich zum Vergleich von Leuchtmitteln und -systemen – auch konkrete Informationen über deren Wirtschaftlichkeit und Anschaffungskosten. Ferner hat sie ein Bündel weiterer Möglichkeiten zur Optimierung der Lichtverhältnisse aufgeführt, das von der individuellen Arbeitsplatzbeleuchtung über die Absenkung der allgemeinen Beleuchtungsstärke und den Einfluss der räumlichen Gestaltung bis hin zum Einsatz eines modernen Fenstersonnenschutzes mit variabler Lamellenstellung zur optimalen Tageslichtnutzung reicht.

Anhand eines Praxisbeispiels zum Thema Beleuchtung, das Frau Mertens im privaten Bereich durchführte, hat sie sehr konkret die dort umgesetzten Maßnahmen erläutert und das Einsparpotenzial unter Berücksichtigung sämtlicher Details aufgezeigt.

Die Jury war zum einen von der detaillierten, professionellen und umfangreichen Beschreibung des Vorschlags beeindruckt. Zum anderen ist der Vorschlag von Frau Mertens auch gut nachvollziehbar, da sie ihre Idee dank zahlreicher Details konsequent und „bis zum Ende" durchdacht und beschrieben hat. Auch das Aufzeigen des großen Einsparpotenzials, welches das Thema „Beleuchtung" insgesamt bietet, und die gute Umsetzbarkeit der Ideen auch unter Kostengesichtspunkten waren Faktoren, die am Ende dafür sorgten, dass die Jury zu dem einstimmigen Ergebnis kam: Der 1. Platz geht an Frau Maren Mertens!

 

Aktionswoche für Energiesparmaßnahmen und Umweltschutz

Dieser Vorschlag, der von unserer Jury den 2. Platz erhielt, wurde von Bernard K. eingereicht.

Grundgedanke dieser Idee ist, dass sich Anregungen zum Energiesparen und zum Schutz der Umwelt einfach und schnell realisieren lassen, wenn die Kolleginnen und Kollegen informiert, zum Handeln animiert und im Rahmen einer Aktionswoche aktiv eingebunden werden.

Dabei können durch kleine Maßnahmen jedes Einzelnen mit wenig Aufwand, und noch dazu zeitnah, große Einsparungen erzielt werden (z. B. in Bezug auf Strom- und Wassereinsparungen, Papierverbrauch etc.). Damit einhergehend werden die Kollegen für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen sensibilisiert. Als mögliche Themen für die Aktionswoche wurden von Herrn Kowalik diverse Bereiche genannt wie z. B. Absenken der Heizungen, richtiges Lüften, Mülltrennung, Optimierung der Beleuchtungssysteme, Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel usw.

Die Jury überzeugte sowohl die Originalität dieser Idee als auch der sehr schnell und mit relativ wenig Aufwand zu erzielende Nutzen. Darüber hinaus punktete Herr Kowalik auch damit, dass er zusammen mit seinem Vorschlag gleichzeitig ein ganzes „Sortiment" verschiedenster Ideen lieferte, die im Rahmen einer Aktionswoche zum Einsatz kommen können.

 

Große Mineralwasserflaschen anstelle von kleinen

Diese Idee kam von Susanne Thennig und wurde mit dem 3. Platz prämiert.

Als Anstoß für ihre Idee nannte Frau Thennig den Gesundheitsaspekt. Unser Körper besteht zu zwei Dritteln aus Wasser. So überrascht es kaum, dass Wasser für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden so entscheidend ist. Bei dem Vorschlag von Frau Thennig geht es konkret um das Mineralwasser, das den Mitarbeitern von Marquard & Bahls in Hamburg zur Verfügung gestellt wird. Die Idee besteht darin, die bisherige Flaschengröße von 0,25 Liter auf eine größere Einheit umzustellen.

Als Umwelt- und Kostenargumente führte Frau Thennig u. a. die aufwendigere Produktion und Aufbereitung der kleineren Flaschen durch die Hersteller an, die schnellere Verteilung im Gebäude, die bessere Auslastung der Kühlschränke sowie natürlich auch den Preisunterschied von großen Flaschen im Vergleich zu kleinen.

Aus Sicht der Jury handelt es sich hierbei um einen Vorschlag, der in akzeptabler Relation zu den Umstellungskosten steht und relativ zeitnah und schnell umzusetzen wäre, sofern die Fachabteilung dies als sinnvoll erachtet.

Die gute Vorarbeit und Vorabrecherche von Frau Thennig hat zudem gezeigt, dass sie sich sehr detailliert mit der Umsetzbarkeit und dem Kosten-Nutzen-Aspekt ihrer Idee auseinandergesetzt hat.

 

Weitere Ideen: kleine Handlung – große Wirkung

Aus der Vielzahl der eingesandten Vorschläge haben wir nachfolgend eine Auswahl an Ideen zusammengestellt, die jeder Einzelne in seinem Alltag – ob privat oder in der Firma – umsetzen kann (sofern er dies nicht bereits schon tut). Konkrete Beispiele sind:

  • Bildschirm ausschalten statt ihn über längere Zeit auf Standby-Modus zu belassen (dieses ist generell bei Geräten mit Standby-Funktion zu berücksichtigen)
  • Bewegungsmelder verwenden bzw. beim Verlassen von Räumen das Licht ausschalten (ohne großen Aufwand umsetzbar)
  • Kühlschrank-Temperatur individuell einstellen (Temperatur dem Inhalt anpassen)
  • Heiß-Wasser-Boiler regeln (Einstellen der optimalen Temperatur)
  • Geschirrspüler optimal nutzen (erst anstellen, wenn er voll ist) und die zur Verfügung stehenden Sparprogramme verwenden
  • Heizungen bei Abwesenheiten absenken (im angemessenen Rahmen)

Interessante Projektideen sind ferner:

  • Getränkeversorgung durch gefiltertes Leitungswasser anstelle von Mehrwegflaschen
  • Aufklärung im Hinblick auf die Umweltverträglichkeit bei der Auswahl von Firmenfahrzeugen
  • Unterstützung von Projekten zur Auswilderung bedrohter Tierarten

Dies sind nur einige Vorschläge – und es gibt unendlich viele weitere. Machen Sie mit, indem Sie beispielsweise eine oder mehrere der aufgeführten Beispiele oder auch andere Maßnahmen in Ihren Alltag einbeziehen. Mit guten Ideen können wir viel bewegen, auch und gerade im Hinblick auf den Klima- und Umweltschutz.